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Bestrafte Menschenkenntnis

Posted: Dezember 3rd, 2009 | Author: RM | Filed under: Allgemein | Tags: , , | No Comments »

Vor dem Empfang eines Gesandten der Xiongnu veranlasste Cao Cao, der seine eigene Erscheinung für allzu unscheinbar hielt und für ungeeignet, ein fernes Land zu beeindrucken, dass Cui Jigui ihn vertrat. Er selbst stellte sich mit einem Schwert in den Händen neben das Sitzpodium. Danach liess er einen Spion fragen: “Wie ist denn der Herrscher von Wei?” Der Gesandte der Xiongnu antwortete: “Der Herrscher von Wei ist aussergewöhnlich in seiner Erscheinung und seinem Format. Doch der Mann mit dem Schwert neben dem Podium, das war ein Held!” Als Cao Cao das hörte, befahl er, dass man dem Gesandten nacheilte und ihn tötete.

Aus dem Shi shuo xin yu (Kap. 14.1) von Liu Yiqing (403-444).


Die hässliche Braut (2)

Posted: November 25th, 2009 | Author: RM | Filed under: Allgemein | Tags: , , | No Comments »

Als Xu Yun vom Prinzen Jing von Jin ums Leben gebracht worden war, traten Leute Xu Yuns ins Gemach seiner Frau und berichteten ihr davon. Ohne eine besondere Regung zu zeigen, sagte seine Frau, die gerade am Webstuhl sass: „Ich habe es lange kommen sehen.“ Als jene ihre Söhne verstecken wollten, meinte sie: „Die Söhne haben damit nichts zu tun.“ Später nahm sie ihren Wohnsitz in der Nähe des Grabs. Prinz Jing entsandte Zhong Hui, Read the rest of this entry »


Die hässliche Braut (1)

Posted: November 24th, 2009 | Author: RM | Filed under: Allgemein | Tags: , , | No Comments »

Die Frau von Xu Yun war eine Tochter von Ruan Gong und eine jüngere Schwester von Ruan Kan. Sie war von seltener Hässlichkeit. Nach dem Ritus des gegenseitigen Kotaus begab sich Xu Yun nicht mehr zurück ins innere Gemach. Seine Familie war deswegen sehr besorgt. Es traf sich, dass Xu Yun einen Besucher bekam, und seine Frau hieß ihre Zofe nachsehen, wer es war. Read the rest of this entry »


Schweißausbrüche und Schlagfertigkeit

Posted: November 18th, 2009 | Author: RM | Filed under: Allgemein | Tags: , , | No Comments »

Zhong Yu und Zhong Hui waren schon als Knaben berühmt. Als sie dreizehn Jahre alt waren, hörte der Kaiser Wen der Wei-Dynastie von ihnen und sagte zu ihrem Vater Zhong Yao: “Lasse deine beiden Söhne herkommen!” Daraufhin kamen sie zur Audienz. Zhong Yu stand der Schweiß im Gesicht, und der Kaiser fragte ihn: “Warum steht dir der Schweiß im Gesicht?” Zhong Yu antwortete: “Mir ist vor Furcht ganz heiß, drum rinnt herab der Schweiß.” Darauf fragte der Kaiser Zhong Hui: “Und warum schwitzt du nicht?” Zhong Hui entgegnete: “Ich weiss vor Furcht nicht ein noch aus, drum wagt der Schweiß sich nicht heraus.”

Aus dem Shi shuo xin yu (Kap.2.11) von Liu Yiqing (403-444).


Eselsschreie als Totengeleit

Posted: Oktober 26th, 2009 | Author: RM | Filed under: Allgemein | Tags: | No Comments »

Sun Zijing zeigte aufgrund seiner eigenen Begabung selten Bewunderung für andere, nur Wang Wuzi zollte er stets hohen Respekt. Bei der Trauer um Wang Wuzi waren die berühmten Männer jener Zeit in voller Zahl anwesend. Sun Zijing kam erst später dazu und weinte so bitterlich vor dem Leichnam, dass allen Gästen die Tränen kamen. Als er aufgehört hatte zu weinen, sprach er, zum Aufbahrungsbett gewandt: „Ihr habt es immer gern gehört, wenn ich den Schrei eines Esels nachahmte. Heute tue ich es wieder für Euch.“ Er tat es so mit solcher Ähnlichkeit in Gestalt und Stimme, dass alle Gäste in Gelächter ausbrachen. Sun blickte auf und sprach: „Dass Leute wie ihr weiterleben dürfen und dieser Mann sterben muss!“

Aus dem Shi shuo xin yu (Kap.17.3) von Liu Yiqing (403-444). Wang Wuzi starb etwa 285 n.Chr..